Nach Abriss folgt Erweiterungsbau der Sportstätte

Der Grüntag der Turngemeinde Ende Oktober galt als letzte bauvorbereitende Arbeit als Startschuss für den neuen Erweiterungsbau des Vereins, mit dem in Kürze begonnen wird. Darüber informierte Marc Schultheis, Vorsitzender des Vereins, die Heimatzeitung. Damit werden die anspruchsvollen Pläne der Turngemeinde Budenheim konkret und schaffen Platz für einen großzügigen, jedoch nicht überdimensionierten Erweiterungsbau – barrierefrei und behindertengerecht. Der Neubau soll spätestens Ende 2018 mit Foyer und Büro der Geschäftsstelle, zwei Gerätelagern und Gymnastikraum, behindertengerechten WC- und Duschanlagen und Umkleideräumen ausgestattet sein.

Mitglieder des Vereins, Sporttreibende und Gäste, Fans oder Zuschauer werden von dem zukunftsfähigen Bau profitieren. Ziel ist es, dass behinderte und nicht behinderte Menschen bzw. Menschen mit Altersbeschwerden alle breitensportlichen Aktivitäten gemeinsam erleben und wahrnehmen können. Inklusive Angebote, auch das neue Reha-Sportangebot, kann der Verein damit in Zukunft noch stärker betreiben.

Im Vorfeld der Bauplanung hat die Turngemeinde Budenheim Ziele und Wünsche ihrer Mitglieder analysiert, mit Menschen mit Behinderungen und befreundeten Vereinen gesprochen und schließlich eine machbare Umsetzung in die Konzeption eingebracht. Der Neubau ist zukunftsorientiert und sorgt dafür, dass sich die Turngemeinde attraktiv ausrichtet – auch auf die aus demografischer Sicht Anforderungen der Zukunft.

Schultheis bezeichnet die Baumaßnahme bautechnisch als eine Riesenherausforderung. Das Gebäude aus den 70er Jahren ist ein Stilmix aus Stahlbeton, Mauerwerk und Holzkonstruktion. Trotz des maroden Zustands habe man sich entschlossen, an dem Gebäude festzuhalten, ist es doch ein ortsbildprägendes Anwesen und aus Budenheim nicht wegzudenken. Besonders marode zeigte sich das Untergeschoss, alle Wasserleitungen und vor allem die alte Gaststätte. Dieser Teil wird nun abgerissen und durch den ebenerdigen Erweiterungsbau mit einer bebauten Fläche von 660 Quadratmetern ersetzt, von dem alleine der Gymnastikraum 180 Quadratmeter groß wird. Das Foyer mit Geschäftsstelle, Umkleiden und Sanitäreinrichtungen entstehen auf knapp 320 Quadratmetern, Abstellräume und Lager machen noch einmal 140 Quadratmeter aus.

Ende September erfolgte die Ausschreibung aller Bauleistungen an verschiedene Generalunternehmer im Rahmen einer 70-seitigen (!) Funktionalbeschreibung, die jede einzelne Arbeit für die Baumaßnahmen des Vereins genau definiert.

Zuständig für die Planung, Organisation und Umsetzung ist ein kleines Projektteam der Turngemeinde um Marc Schultheis, Jürgen Mehner (stellv. Vorsitzender), Birgit Wersin, Pascal Strupp, Christian Berg und Monika Schlau, die den sechsköpfigen Bauausschuss bilden. Sie haben mit dem Architekturbüro Winfried Klein vor Ort einen gleichermaßen erfahrenen wie zuverlässigen Partner an ihrer Seite. Das Budenheimer Architektenteam betreut baufachlich das ambitionierte Projekt, das die Weichen für die nächsten 40 Jahre stellt. Ein Großteil der Arbeiten wird dabei an Handwerker und Unternehmen aus der Region vergeben.

„Keiner im Projektteam hätte hier einen solch großen Zeitaufwand vermutet. Wir tagen mehrfach die Woche und stimmen uns mit den Architekten und den Partnern der Baumaßnahme ab“, so Marc Schultheis. Dass auch die Gemeinde und der Kreis Mainz-Bingen fest hinter dem Projekt stehen, ist für den Vorsitzenden der TGM großartig. „Mit Bürgermeister Becker, dem ehemaligen Landrat Klaus Schick und dessen Mitarbeitern aus der Kreisverwaltung haben wir seit Jahren starke Unterstützer, die uns immer wieder Motivation und Zuspruch geben, unser Engagement voranzutreiben. Auch die neue Landrätin Dorothea Schäfer steht dem Vorhaben unseres Vereins wohlwollend gegenüber.“

Die Sportstätten kommen in die Jahre und sollen dennoch neue Trends begleiten, zum Sport aufrufen, den Zusammenhalt der Bevölkerung stärken und nicht zuletzt die demografische Entwicklung berücksichtigen. Hier bekräftigt das Projektteam, dass es an der Zeit war, den zum Teil sehr maroden Zustand der alten Turnhalle mit ihren Nebengebäuden zu beheben und den Verein für die Zukunft aufzustellen. Aus der Unterstützung im Vorstand und den Mitgliederversammlungen heraus rührte der Mut, den Neubau anzugehen. Das Vorhaben wurde vor über fünf Jahren angedacht und seither Schritt für Schritt umgesetzt. Die Schritte sind klein, oft unscheinbar. Und immer wieder finden in den Übungsstunden oder auf der Straße Gespräche mit interessierten Mitgliedern statt, werden Erwartungen, Lob und Anregung ausgesprochen, ebenso aber auch Bedenken formuliert.

Verbindliche Abstimmungen in den Mitgliederversammlungen haben die Mitglieder von Anfang an in den Prozess einbezogen. Hinweise und Bedenken, die innerhalb und außerhalb der jährlichen Mitgliederversammlungen gegeben wurden, wurden in der gemeinsamen Planung von Projektgruppe und dem Architekturbüro Klein berücksichtigt. Selbstverständlich war es für das Projektteam von Beginn an, möglichst viele Menschen, für die die Turngemeinde eine Heimat ist, zu befragen, sie auf den Weg mitzunehmen, zu begeistern und weiterhin an den Verein zu binden. Dass dies gelingen wird, dabon ist man im Team überzeugt.

„Wir betrachten alle Maßnahmen kritisch und diskutieren über jedes einzelne Gewerk. Unser allgegenwärtiges Ziel ist es, für den Neubau, preislich im mittleren Segment zu investieren und für eine gute Qualität in der Umsetzung zu sorgen. Zunächst war es uns wichtig, den bautechnischen Zustand der alten Halle zu verbessern, um den Erweiterungsneubau, der sich an die alte Halle anschmiegen wird, risikolos zu planen und in den kommenden Monaten umzusetzen“, so Marc Schultheis im Gespräch mit der Redaktion. Schultheis fasst zusammen, dass „dies im ersten Schritt mit der Sanierung des Schwingbodens und dem Fensteraustausch in der alten Turnhalle gut gelungen ist.“ Er hegt keinen Zweifel daran, dass der Abriss und die Neubauten ebenso gut über die Bühne gehen werden.

Die Turngemeinde hält an ihrem Sport- und Gesundheitsangebot am alten Standort in Budenheim fest. Dafür leistet sie viel. Und das mit Unterstützung ihrer Mitglieder, der Gemeinde, des Kreisverbandes, der Sportbünde und nicht zuletzt der Budenheimer Volksbank. „Wir haben in Budenheim unsere Wurzeln“, so Schultheis und erinnerte an den Neubau der alten Turnhalle vor rund 40 Jahren. 1,5 Millionen Euro investiert der Verein in die komplette Sanierung des Bestandsgebäudes und in den Neubau. Davon werden alleine aus Fördergeldern rund 1,2 Millionen Euro generiert.

Derzeit trifft sich das Projektteam im zwei- oder vierwöchentlichen Rhythmus und freut sich über personelle Unterstützung, auf Anregung und konstruktive Kritik. Gerne per E-Mail unter projektteam@tgm-budenheim.de.

   

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